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Gesund führen – So halten Sie sich und Ihr Team fit und leistungsstark

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Jeder von uns kennt Stress. Zeitdruck, private und berufliche Sorgen, finanzielle Belastungen und Ärger begleiten unseren vollgepackten Alltag und können zu Stress führen.Gleichzeitig verdoppelte sich die Zahl der Arbeitsunfähigkeit von Mitarbeitern aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten zehn Jahren. Die Mitarbeiter gesund, leistungsfähig und motiviert zu erhalten, gelingt durch einen gesunden und am Mitarbeiter orientierten Führungsstil, der auf Wertschätzung, Unterstützung und Kooperation beruht. So lassen sich Belastungen auf beiden Seiten reduzieren.

Zufriedener und glücklicher leben – die eigenen Stärken einsetzen – leistungsfähig sein und bleiben. Lernen Sie gelassen zu bleiben, auch in stressigen Zeiten. Ressourcen zu wecken und wieder mit Power durchs Leben gehen.

Gesunde und erfolgreiche Unternehmen brauchen eine Führung, die auf Vertrauen, Transparenz und Wertschätzung beruht.

Lassen Sie uns in einem ersten Gespräch ausloten, wie ich Sie und Ihr Unternehmen unterstützen kann.

Vielleicht geht es Ihrem Mitarbeiter wie Michael.

Soulution Coaching Silke Mekat Unternehmensberatung für familienbewusste Personalpolitik Elternzeit Wiedereinstieg Auszeit Entspannung Stress Burnout Veranstaltung, Seminar, Vortrag, Beratung, Kunde“Ich bin 37 und Führungskraft eines 20 Mann starken Teams. Immer öfter fällt einer aus meinem Team aus. Die Fehlzeiten häufen sich richtig und die Stimmung ist ziemlich angespannt. Wie gehe ich als Vorgesetzter damit um? Welchen Einfluss habe ich darauf, dass mein Team gesund, leistungsfähig und motiviert bleibt? Und wie integriere ich Wiedereinsteiger aus der Elternzeit oder nach einer anderen längeren Auszeit vom Beruf? Das kommt jetzt immer häufiger vor, dass jemand seine Arbeitszeit reduziert, ein Sabatical nimmt oder Kind und Karriere verbinden will. Ich würde gern gelassen bleiben, auch in stressigen Zeiten. Wieder mit Power durchs Leben gehen.

Mein größter Frust

Ich habe keine Zeit mich auch noch um das Privatleben meiner Mitarbeiter zu kümmern. Und auf die Wünsche und Fragen der Mitarbeiter, habe ich oft auch keine Antworten.

Nun will einer meiner wichtigsten Männer kündigen. Was sollen wir tun? Kann ein Arbeitgeber überhaupt unterstützen in solchen Fragen? Von Coaching oder Beratung habe ich schon öfter gehört, aber was genau kann das uns bringen?

Meine Arbeit macht mir große Freude und ich habe ein tolles Team. Ganz schön schwer war es die richtigen Fachkräfte zu bekommen. Da darf keiner kündigen oder krank werden, sonst stehen wir vor dem Aus.

Der Markt an Fachkräften ist in unserem Bereich leergefegt. Ich denke, wir würden kaum Bewerbungen bekommen und wenn dann passen die Leute nicht. Alles bliebe an mir hängen.

Meine Ziele und Träume

Ich wünsche mir, dass meine Firma Wege gefunden hat, so dass wir nicht immer von neuem auf die Suche gehen müssen. Toll, wäre es, wenn ich lernen könnte, wie man sein Team richtig führt in Zeiten, wo alles so schnell geworden ist. Manchmal müsste ich an hundert Stellen gleichzeitig sein. Ich würde auch gerne wissen, wie ich Rückkehrer wieder ins Team integriere, den Kontakt in der Elternzeit halten kann und gleichzeitig meine eigenen Kräfte auffüle. Ich kann mich meinen eigentlichen Aufgaben zuwenden. So habe ich dann auch mehr Zeit für jeden einzelnen Mitarbeiter und auch für mein Privatleben, denn die Sorge, dass jemand ausfällt, raubt mir oft den Schlaf. Am nächsten Tag bin ich dann weniger fit und auch gereizter.”

Sind Sie das?

Die eigenen Risiken und die Ihrer Mitarbeiter erkennen, das Gleichgewicht im Leben stärken und sich für anstrengende Zeiten rüsten können, wäre das Ihr Wunsch? Über Burnout und Stress Bescheid zu wissen und mögliche Ursachen und Symptome zu kennen. Ihre persönliche Resilienz (Ihre Krisen- und Konfliktfestigkeit) zu bestimmen und zu wissen, wie Sie mit Ihrer Energie haushalten können.

Denn Geld ist nicht alles – jedenfalls nicht mehr für die nachrückenden Generationen. Ein tolles Team, Arbeit, die einen Sinn macht, transparente Karrierechancen, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und eine gute Work Life Balance, werden immer wichtiger. Doch dafür bekommt Ihre Firma auch viel – viel mehr, als nur Dienst nach Vorschrift. Sie motivieren auch die Kollegen und präsentieren Ihr Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber.

Eine kompetente Trainerin für konkrete Möglichkeiten einen Mitarbeiter zu unterstützen, um Blockaden zu überwinden, Konflikte zu lösen, ins Handeln zu kommen und dabei die Herausforderungen anzunehmen, neue Wege zu gehen, auf dem Weg zu Ihrem Ziel, kann Sie und Ihr Unternehmen unterstützen.

Mit Trainings erreichen Sie und Ihre Mitarbeiter Ihr Ziel.

Ja, ich schaff’ das! Familie und Führungsaufgaben gelassen meistern

Familie – Beruf – Karriere – locker im Griff. Erfolgreich in Beruf und Familie

Wenn doch der Tag 35 Stunden hätte, dann könnte alles viel besser geregelt werden! Ein Wunsch vieler berufstätiger Eltern. Familie und Beruf zu vereinbaren ist anstrengend. Die Zeit scheint nie zu reichen.

Nicht für den Job. Nicht für die Kinder. Und schon gar nicht für einen selber. Der tägliche Spagat zwischen Privatleben und Beruf erschöpft und Stress fordert irgendwann seinen Tribut.

Wie Balance gelingen kann wird in diesem Seminar erarbeitet. Vom entspannten Start in den Tag, rund um den Stress am Arbeitsplatz geht es weiter zum Übergang vom Job ins Privatleben. Rituale und Gewohnheiten schaffen, das Leben als berufstätige Eltern zu meistern.

ZIELGRUPPE

Als Fach- oder Führungskraft, Abteilungs-, Team-oder Projektleiter und Mitarbeiter befinden Sie sich täglich im Spannungsfeld Beruf und Familie den eigenen Ansprüchen entsprechend zu gestalten. Dieses Training richtet sich an weibliche und männliche Mitarbeiter, die auch mit Familie beruflich erfolgreich sein und beste Performance liefern wollen.

IHR NUTZEN

  Sie erarbeiten sich Ihre Führungskompetenz zwischen Leistungsanspruch im Beruf und den Bedürfnissen der Familie

  Sie lernen Zeitfresser zu erkennen, Zeitinseln zu schaffen, Prioritäten und Ziele zu setzen.

  Sie ermitteln, welche Ressourcen Sie zur Verfügung haben, um stressfreier zu leben.

  Sie erhalten konkrete Arbeitshilfen für eine gelungene Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, ohne sich dabei permanent zu überfordern.

  Sie erlernen, wie Sie aktiv die richtige Work-Life-Balance herstellen, um beschwingt und kraftvoll durchs Berufs- und Privatleben zu gehen.

  Sie erfahren, wie Rituale, bewusstes Zusammensein mit den Kindern, einfache Fitness- und Entspannungsübungen Ihr Leben ins Gleichgewicht bringen können.

AUF EINEN BLICK
  • Beruf und Familie – geht das? Wie Sie erfolgreich Beruf und Familie in Einklang bringen. Energieräuber analysieren und entschärfen
  • Familie und Beruf – ich will beides. Zeit für beruflichen Erfolg und familiäre Aufgaben kombinieren Orientierungshilfen für den Alltag zwischen mehr Freiraum für Familie und den nächsten beruflichen Schritten
  • Was bleibt vom Leben übrig, wenn die Zeit fehlt? Zeitkompetenz entwickeln
  • Karriere mit Familienanschluss. Führungsaufgaben mit familiären Bedürfnissen vereinbaren. Aufgaben erkennen und gewichten, Netzwerke nutzen, Unterstützung in der Familie organisieren
  • Beide Elternteile sind berufstätig: wer übernimmt welche Rolle? Führungsaufgaben trotz Familie?
  • Eigenes Führungshandeln zwischen Leistungsanspruch und den Bedürfnissen der Familie
  • Welche Rolle spielen Partner dabei?
  • Gemeinsame Zeit mit Kindern.
  • Wie Sie sich rundum besser fühlen – Energiespender finden und Kraft im Alltag tanken

TRAININGSZIELE

Sie erhalten konkrete Arbeitshilfen für eine gelungene Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als Führungskraft, ohne sich dabei permanent zu überfordern. Entwickeln Sie neue Ideen, Strategien und Handlungsmodelle, mit denen Sie sich immer wieder kleine Ruheinseln schaffen können. Handlungsalternativen finden, anstatt im Hamsterrad festzustecken. Mit diesem Training lernen Sie Ihre Energieräuber zu erkennen, Zeitinseln zu schaffen, Prioritäten und Ziele zu setzen. Neben praktischen Informationen bietet dieses Seminar einen Rahmen, die eigene Lebenssituation auszuloten, Stolpersteine zu enttarnen,  Ideen für Lösungswege zu entwickeln und von den Erfahrungen anderer zu profitieren.

BESONDERE HINWEISE

Nehmen Sie sich Zeit für Beruf und Familie – auch als Führungskraft. In Beruf und Familie ohne schlechtes Gewissen auf den Augenblick und die anstehenden Aufgaben konzentrieren, Prioritäten kennen und setzen und sich von energieraubenden Aktivitäten verabschieden – damit alles Wichtige in Ihrem Leben Platz hat.“

METHODEN

Das Seminar ist sehr praxisorientiert. Fachlicher Input, Gruppen-, Einzelübungen, kollegiale Beratung, Selbstreflexion und Diskussionen wechseln sich ab. Fragen der Teilnehmer und der Austausch untereinander sind ein wichtiger Bestandteil dieses Seminars.

Trainerin

Silke Mekat ist Diplom Betriebswirtin, Trainerin & Autorin mit dem Fokus der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Stressprävention, Selbstorganisation und Zeitmanagement. Silke Mekat unterstützt Beruf und Privatleben in Balance zu halten. Seit 2014 Trainerin der Haufe Akademie.

Rufen Sie mich gerne an oder schicken Sie mir eine E-Mail, wenn Sie eine individuelle Beratung wünschen.

Ich bin gerne für Sie da und freue mich von Ihnen zu hören.

Xing Profil

http://www.vereinbarkeit-von-beruf-und-familie.info

 

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100 Tagen Schulferien, wohin mit den Kindern?

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Soulution Coaching Silke Mekat Unternehmensberatung für familienbewusste Personalpolitik Fachkräftesicherung Auszeit Entspannung Mittagspause

Die Sommerferien stehen in den Startlöchern oder haben schon begonnen und damit wie jedes Jahr für alle berufstätigen Eltern die Frage: wer kann sich um mein Kind kümmern?

Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die Ferienbetreuung ein wichtiges Thema. Wohin mit meinem Kind, wenn ich arbeiten muss und die Kinderbetreuungseinrichtungen Ferien machen? Bei kaum einem reicht der Jahresurlaub aus, um die betreuungsfreie Zeit abzudecken. Auch 2016 müssen Eltern schulpflichtiger Kinder wieder bis zu 100 Tage, also rund 14 Wochen Ferienzeit überbrücken. Heute können immer weniger Eltern mit einer Unterstützung durch die Großeltern rechnen, da diese oft selbst berufstätig sind oder nicht in der Nähe wohnen.

Hier sind die Unternehmen gefragt. Mitarbeiter, die den Kopf voll mit privaten Problemen haben, können keine volle Leistung bringen oder fallen ganz aus. Da ist es rein betriebswirtschaftlich gesehen besser rechtzeitig die Zeichen zu erkennen und mit kleinen Mitteln entscheidendes zu bewegen.

Möglichkeiten berufstätige Eltern zu unterstützen gibt es viele.

Hier eine kleine Auswahl:

  • sammeln Sie (vielleicht durch einen Praktikanten) alle Angebote, die Vereine, Kommunen etc. in Ihrer Gegend bieten und stellen Sie diese List den Eltern zur Verfügung. Kostet nicht viel, lässt sich leicht aktualisieren und bietet doch so viel Unterstützung.
  • Einrichtung eines Eltern Kind Zimmers für Notfälle
  • Schaffung von Spielmöglichkeiten im Freien
  • Zeitkonten, Telearbeit oder flexible Arbeitszeiten für die Schulferien anbieten
  • Eine professionelle Kinderbetreuung für die Ferien engagieren
  • oder ein älteres Mitarbeiter Kind zur Betreuung der Kinder im Rahmen eines Ferienprogramms
  • Für die Kinder der Mitarbeiter feste Plätze bei den Ferienangeboten externer Anbieter buchen
  • Die Ferienangebote der Stadt, des Landkreises etc. zusammenstellen – damit spart der Arbeitgeber den Eltern lange Sucherei etc., dies kann man auch um die Erfahrungen der letzten Jahre ergänzen

Das Angebot einer betrieblich unterstützten Ferienbetreuung erhöht die Motivation, verstärkt die Bindung ans Unternehmen und verbessert bei Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spürbar die Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben. So haben Ihre Fachkräfte den Kopf wieder frei für ihre Aufgaben im Unternehmen.

Zuschuss zur Kinderbetreuung

Der steuer- und sozialversicherungsfreie Zuschuss zur Kinderbetreuung (§ 3 Nr. 33 EStG) ist für Unternehmen eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, ihr Personal bei der Kinderbetreuung finanziell zu unterstützen. Er wird zweckgebunden für die Kosten der Betreuung und Unterbringung von nicht schulpflichtigen Kindern in Einrichtungen oder bei Tagesmüttern eingesetzt und muss zusätzlich zum Gehalt ausbezahlt werden. Für Firmenangehörige ist dieser Zuschuss oft günstiger als beispielsweise eine Gehaltserhöhung. Firmen, die keine eigenen Einrichtungen oder Belegplätze anbieten können, entlasten mit diesem Zuschuss Ihre Beschäftigten und erreichen dadurch unter anderem, dass diese nach der Elternzeit früh wieder an ihren Arbeitsplatz zurück kehren.

Einen Überblick über die Voraussetzungen für den Kinderbetreuungskostenzuschuss nach §3 Nr. 33 EStG finden Sie auf Mittelstand und Familie:

Kinderbetreuungskostenzuschuss.pdf (0.2 MB)

 

Ihre Vorteile einer betrieblich unterstützten Ferienbetreuung:

  • Sie verbessern die Mitarbeiterbindung
  • Sie zeigen Wertschätzung
  • Sie unterstützen die individuelle Förderung
  • Sie verbessern die Motivation
  • Sie geben sich ein Alleinstellungsmerkmal als Arbeitgeber
  • Sie reduzieren Fluktuationskosten

Home Office: bald nicht mehr wegzudenken

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Jede zweite Fachkraft und fast drei Viertel der Führungskräfte in Deutschland haben derzeit die Möglichkeit, zumindest teilweise von zuhause aus zu arbeiten. Laut einer aktuellen Studie überwiegen beim Home Office die Vorteile und vor allem junge Mitarbeiter wünschen sich diese digitale Freiheit.

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Einen sehr interessanten Artikel dazu können Sie auf Personalwirtschaft.de lesen.

Ist das klassische 9 to 5 ein Auslaufmodell?

Kaum einer arbeitet noch nach den klassischen Arbeitszeiten von 9:00 bis 17:00 Uhr. Viel work also und wenig balance? Das kommt darauf an, denn wenn es keinen klassischen Feierabend mehr gibt dann lässt sich die Arbeitszeit flexibler gestalten. Warum also nicht Emails lesen, Projekte weiter entwickeln, wenn die Kinder im Bett sind?

Wer auch im klassischen Feierabend erreichbar ist, kann seine Aufgaben flexibel erledigen und schafft sich damit Freiräume zu anderen Tageszeiten.

Das Marktforschungsunternehmen Forsa hat 1.501 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. Laut dieser Studie sind 52 Prozent der Deutschen schon heute auch in ihrer Freizeit, am Wochenende oder im Urlaub für Kunden, Kollegen und Vorgesetzte erreichbar. Nach Feierabend per Mail oder Telefon für den Arbeitgeber erreichbar zu sein, finden 68 Prozent der Befragten als normal und nur 32 Prozent bevorzugen heute noch eine striktere Trennung von Beruf und Privatleben.

Wenn der Trend laut Studie also weggeht vom Modell der festen Bürozeiten von 9 bis 17 Uhr, dann müssen auch die Arbeitgeber flexibler werden

Denn die flexibleren Arbeitszeiten sind nicht nur eine Last für die Mitarbeiter. Wer sich nicht starr an die Arbeitszeiten hält, dem ermöglicht sein Arbeitgeber im Gegenzug häufig ebenfalls flexiblere Arbeitszeiten. Feste Anfangszeiten gehören zunehmend der Vergangenheit an. Fixe Arbeitszeiten haben heute nur noch 38 Prozent der befragten Arbeitnehmer, 45 Prozent können sich ihre Arbeit innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters selbst einteilen und 15 Prozent ist komplett freigestellt, wann sie arbeiten. Die sogenannte Vertrauensarbeitszeit. Von dieser Flexibilität profitieren bislang jedoch mehrheitlich die Angestellten, denn für 72 Prozent der Arbeiter gelten nach wie vor feste Arbeitszeiten.

Wo bleibt da die Work-Life-Balance?

Führt diese ständige Erreichbarkeit und das Verwischen der Grenzen zwischen Arbeit und Privatem nicht zu Stress und Belastungen? Sollte man meinen, doch das Gegenteil ist der Fall. Die Studie zeigt, dass die flexiblen Arbeitszeiten sich der Studie nur bedingt auf die Work-Life-Balance der Erwerbstätigen auswirken. So sind 40 Prozent überzeugt, dass sie ein ausgeglichenes Leben führen. Eine leichte Schieflage (in welche Richtung auch immer) geben 35 % an und gerade mal neun % empfinden, dass die Arbeit das Leben deutlich dominiert.

Eine funktionierende Work-Life-Balance, scheint hängt der Forsa Studie zufolge auch mit dem Geschlecht zusammen, denn 47 Prozent der Frauen empfinden ihre Balance zwischen Arbeit und Beruf als ausgeglichen. Dies geben aber lediglich 35% der Männer an.

Müssten nicht gerade Eltern stark belastet sein?

Dies konnte die Forsa Studie widerlegen. Eltern sind laut Studie sehr gut in der Lage, ihre beruflichen Anforderungen und das Familienleben unter einen Hut zu bringen. Nur selten oder so gut wie nie kommt das Privatleben bei der Mehrheit der erwerbstätigen Eltern (65 Prozent) zu kurz. Auch die Arbeitgeber können sich freuen, denn die Arbeit leidet bei fast allen Befragten (92 Prozent) kaum einmal oder so gut wie nie wegen privater oder familiärer Verpflichtungen. Dennoch müsste für Eltern der Tag wohl mehr als 24 Stunden haben: 72 Prozent aller berufstätigen Eltern wünschen sich im Alltag mehr Zeit für gemeinsame Aktivitäten mit der Familie. Dies sehen Mütter und Väter recht ähnlich.

Flexible Arbeitszeitmodell in Klein und mittelständischen Unternehmen

Zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie fragen immer mehr Arbeitnehmer nach flexiblen Arbeitszeitmodellen. Starre Kernzeiten oder nine to five sind heute weder bei Mitarbeitern, noch bei immer mehr KMUs gefragt.

Beruf und Privates gut unter einen Hut zu bekommen ist ein Kunststück, das nicht jedem gelingt. Dabei ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für alle ein Gewinn!
Denn ein familienbewusstes Unternehmen hat nachweislich die motivierteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, kürzere Abwesenheiten in Familienphasen, mehr und bessere Bewerbungen, weniger Fehlzeiten und ein besseres Image.

Der Wunsch der Beschäftigten nach flexibleren Arbeitszeiten und mehr Zeitsouveränität ist nicht die einzige Motivation für Unternehmen, diesem Thema Aufmerksamkeit zu schenken. Eine flexible und familienbewusste Arbeitszeitgestaltung ist auch von zentraler Bedeutung, wenn es um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen geht.

Wenn sich gerade für Frauen die Frage stellt “kann ich nach der Elternzeit noch arbeiten?”, sind flexible Arbeitszeitmodelle eine für Unternehmen leicht umsetzbare und kostengünstige Möglichkeit, um ihre Fachkräfte an sich zu binden.

Genau das ist es, wo Silke Mekat ansetzt: “In meinen Seminaren unterstütze ich Mitarbeiter Beruf und Privatleben in Balance zu bekommen – damit aus dem UND kein ODER wird!”

Betriebliches Eingliederungsmanagement: 5 Schritte

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Wer krank ist, sollte im Bett bleiben und sich richtig auskurieren. Doch wer länger ausfällt, muss erst wieder den Anschluss finden.

Dafür gibt es das betriebliche Eingliederungsmanagement. Doch was ist das genau?

Ein Betriebliches Eingliederungsmanagement muss der Arbeitgeber für Mitarbeiter anbieten, die über einen längeren Zeitraum arbeitsunfähig sind. Beim BEM handelt es sich nicht um eine einmalige Aktion, sondern um ein festgelegtes Verfahren. Dessen Ziel ist es, Arbeitsunfähigkeit zu überwinden, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen und den Arbeitsplatz des betroffenen Beschäftigten zu erhalten.

Immer wieder werde ich in Seminaren danach gefragt und möchte allen, die sich dafür interessieren diesen Artikel ans Herz legen: Warum ist ein Betriebliches Eingliederungsmanagement notwendig?

Darin finden Sie auch 5 Schritte des betrieblichen Eingliederungsmanagements

Ein Großteil von immerhin 57 Prozent der Arbeitnehmer geht laut dem Stressreport Deutschland 2012 der baua dennoch zur Arbeit. Gründe dafür gibt es viele. Neben der Sorge, dass die Arbeit sonst liegen bleibt, rangieren die Angst um den Arbeitsplatz und der Wunsch, Ärger mit den Kollegen zu vermeiden, auf den ersten Plätzen. Gerade Menschen, die chronisch oder psychisch erkrankt sind, neigen zu Präsentismus. Sie fürchten negative Auswirkungen durch die häufigen Ausfallzeiten beziehungsweise die mangelnde Nachvollziehbarkeit der Krankheit für Kollegen und Vorgesetzte.

Präsentismus kann zu Arbeitsunfähigkeit führen
Die Folgen von Präsentismus gerade durch den täglichen Spagat zwischen Beruf und Familie sind nicht zu unterschätzen: Mangelnde Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, größere Fehleranfälligkeit und höheres Risiko für Arbeitsunfälle führen zu Produktivitätsverlusten. Arbeitnehmer, die zu Präsentismus neigen, fehlen zu einem späteren Zeitpunkt deutlich länger, da sie die Krankheit verschleppt haben. Folge kann sogar eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit sein. Die Kosten durch Präsentismus für ein Unternehmen sind deshalb wesentlich höher als die durch krankheitsbedingte Fehlzeiten.

„Präsentismus ist jedoch nicht gleich Präsentismus“, erklärt Diplom-Psychologin Kerstin Reviol, Leiterin der Arbeitspsychologie bei der TÜV SÜD Life Service GmbH. „Bei einigen Krankheitsbildern wie Rückenschmerzen oder bestimmten psychischen Erkrankungen kann sich die Weiterführung der Arbeitstätigkeit positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Hier geht der Arbeitnehmer krank zur Arbeit, um seine Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. Prinzipiell handelt es sich dabei auch um Präsentismus – allerdings unter ärztlicher Aufsicht.“

Förderung der Mitarbeitergesundheit als Prävention
Grossen Einfluss darauf, ob sich Mitarbeiter bei einer Krankheit in die Arbeit quälen haben die Unternehmenskultur und das Betriebsklima. Aus Gründen der Fürsorgepflicht, aber auch aus wirtschaftlicher Sicht sollten Betriebe die Gesundheit ihrer Mitarbeiter im Blick haben. HIer ist ein erster Schritt, nicht automatisch anzunehmen, dass jemand, der zur Arbeit erscheint, gesund ist und jemand, der fehlt, krank ist. Organisatorische Strukturen, die Präsentismus fördern, sollten abgebaut werden. Anwesenheitsprämien, die Forderung, am ersten Tag der Erkrankung ein Attest vorzulegen, und ein autoritärer Führungsstil gehören zu Förderern des Präsentismus am Arbeitsplatz. Gerde die Vorgesetzte sollten als gutes Vorbild voran gehen und zu Hause bleiben, wenn sie selbst krank sind.

Maßnahmen zur Gesundheit der Mitarbeiter zahlen sich aus. So haben einer Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK zufolge Unternehmen mit gesundheitsfördernden Maßnahmen für MItarbeiter weniger krankheitsbedingte Personalausfälle und sind deutlich weniger von Präsentismus betroffen, als Unternehmen, die keine Präventionsmaßnahmen anbieten.

Auch die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch familienfreundliche Maßnahmen und Abbau des Präsentismus tregen zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter bei.

Kennen Sie die Stärken Ihrer Mitarbeiter?

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Ein Job, ein Aufgabenprofil, ein Mitarbeiter – ganz so deckungsgleich ist die Realität nicht immer. Oft schlummern Potenziale tief und fest im Unternehmen. KARRIEREBIBEL hat einige Anregungen, wie man den Stärken der eigenen Mitarbeiter auf die Schliche kommt.Stärken herausfinden:

Welche Fragen sollten Sie stellen?

Wo lässen sich Stärken feststellen?

Warum auch privates wichtig ist

Und wie sich Stärken testen lassen

Lesen Sie weiter auf: KARRIEREBIBEL.DE

 

Offene Seminare an der Haufe Akademie:

Vereinbarkeit von Beruf und Familie – Mitarbeiter in Balance Zur Seminarbeschreibung>>>> Mütter und Väter in Balance
Frauen in Balance: Karriere gestalten. Familie managen. Alltag organisieren. Zur Seminarbeschreibung>>>> Frauen in Balance
Exklusiv für Frauen: Leistungsfähig bleiben ohne auszubrennen Zur Seminarbeschreibung>>>> Exklusiv für Frauen
Den Wiedereinstieg nach der Elternzeit erfolgreich meistern Zur Seminarbeschreibung>>>> Den Wiedereinstieg nach der Elternzeit erfolgreich meistern

Seminartipp: Einfach Zeit haben: Selbstorganisation und Zeitmanagement

Programme ganz nach Ihren Wünschen entwickele ich gern auf Grundlage meiner Schwerpunktthemen. Schreiben Sie mir

Silke Mekat ist Mutter einer Tochter, Diplom Betriebswirtin mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung und slbständige Trainerin im Auftrag der Haufe Akademie. Chronischer Zeitmangel und Stress beherrschten lange auch ihren Alltag. Um Beruf und Familie zu vereinbaren für einen entspannteren Familienalltag, braucht es jeden Tag aufs Neue eine gute Selbstorganisation, heute gibt sie Seminare zu den Themen Selbstorganisation, Stressprävention und Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Praxischeck: Erfolgreich sicher und gesund arbeiten

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Leider gilt häufig immer noch ein niedriger Krankenstand in den meisten Betrieben als Indikator für eine gesunde und produktive Belegschaft. Dies ein großer Irrtum. Trotz gesundheitlicher Beschwerden arbeiten immer mehr Arbeitnehmer, doch in so einem Zustand sind sie nicht sonderlich produktiv und leistungsfähig. Bereits 2011 bestätigte eine Studie der Strategieberatung Booz & Company, dass die krankheitsbedingten Kosten für Unternehmen nur zu einem Drittel durch Fehlzeiten und zu zwei Drittel durch Präsentismus entstehen.

Der neue Praxischeck der gesetzlichen Unfallversicherung (VBG) Erfolgreich, sicher und gesund arbeiten richtet sich an kleine Unternehmen. Mit seiner Hilfe können Betriebe schnell herausfinden, wie sie ihre Arbeit intern wie auch außer Haus effektiv und sicher gestalten können.

Gesunde Mitarbeiter?

Maßnahmen zur Gesundheit der Mitarbeiter zahlen sich aus. So haben einer Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK zufolge Unternehmen mit gesundheitsfördernden Maßnahmen für Mitarbeiter weniger krankheitsbedingte Personalausfälle und sind deutlich weniger von Präsentismus betroffen, als Unternehmen, die keine Präventionsmaßnahmen anbieten.

Ein Großteil von immerhin 57 Prozent der Arbeitnehmer geht laut dem Stressreport Deutschland 2012 der baua auch krank zur Arbeit. Gründe dafür gibt es viele. Neben der Sorge, dass die Arbeit sonst liegen bleibt, rangieren die Angst um den Arbeitsplatz und der Wunsch, Ärger mit den Kollegen zu vermeiden, auf den ersten Plätzen. Gerade Menschen, die chronisch oder psychisch erkrankt sind, neigen zu Präsentismus. Sie fürchten negative Auswirkungen durch die häufigen Ausfallzeiten beziehungsweise die mangelnde Nachvollziehbarkeit der Krankheit für Kollegen und Vorgesetzte.

Präsentismus kann zu Arbeitsunfähigkeit führen
Die Folgen von Präsentismus gerade durch den täglichen Spagat zwischen Beruf und Familie sind nicht zu unterschätzen: Mangelnde Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, größere Fehleranfälligkeit und höheres Risiko für Arbeitsunfälle führen zu Produktivitätsverlusten. Arbeitnehmer, die zu Präsentismus neigen, fehlen zu einem späteren Zeitpunkt deutlich länger, da sie die Krankheit verschleppt haben. Folge kann sogar eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit sein. Die Kosten durch Präsentismus für ein Unternehmen sind deshalb wesentlich höher als die durch krankheitsbedingte Fehlzeiten.

„Präsentismus ist jedoch nicht gleich Präsentismus“, erklärt Diplom-Psychologin Kerstin Reviol, Leiterin der Arbeitspsychologie bei der TÜV SÜD Life Service GmbH. „Bei einigen Krankheitsbildern wie Rückenschmerzen oder bestimmten psychischen Erkrankungen kann sich die Weiterführung der Arbeitstätigkeit positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Hier geht der Arbeitnehmer krank zur Arbeit, um seine Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. Prinzipiell handelt es sich dabei auch um Präsentismus – allerdings unter ärztlicher Aufsicht.“

Förderung der Mitarbeitergesundheit als Prävention
Grossen Einfluss darauf, ob sich Mitarbeiter bei einer Krankheit in die Arbeit quälen haben die Unternehmenskultur und das Betriebsklima. Aus Gründen der Fürsorgepflicht, aber auch aus wirtschaftlicher Sicht sollten Betriebe die Gesundheit ihrer Mitarbeiter im Blick haben. HIer ist ein erster Schritt, nicht automatisch anzunehmen, dass jemand, der zur Arbeit erscheint, gesund ist und jemand, der fehlt, krank ist. Organisatorische Strukturen, die Präsentismus fördern, sollten abgebaut werden. Anwesenheitsprämien, die Forderung, am ersten Tag der Erkrankung ein Attest vorzulegen, und ein autoritärer Führungsstil gehören zu Förderern des Präsentismus am Arbeitsplatz. Gerade die Vorgesetzte sollten jedoch als gutes Vorbild voran gehen und zu Hause bleiben, wenn sie selbst krank sind.

Daneben wirkt sich auch die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch familienfreundliche Maßnahmen und Abbau des Präsentismus tregen zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter bei.

Offene Seminare an der Haufe Akademie:

Vereinbarkeit von Beruf und Familie – Mitarbeiter in Balance Zur Seminarbeschreibung>>>> Mütter und Väter in Balance
Frauen in Balance: Karriere gestalten. Familie managen. Alltag organisieren. Zur Seminarbeschreibung>>>> Frauen in Balance
Exklusiv für Frauen: Leistungsfähig bleiben ohne auszubrennen Zur Seminarbeschreibung>>>> Exklusiv für Frauen
Den Wiedereinstieg nach der Elternzeit erfolgreich meistern Zur Seminarbeschreibung>>>> Den Wiedereinstieg nach der Elternzeit erfolgreich meistern

Seminartipp: Einfach Zeit haben: Selbstorganisation und Zeitmanagement

Programme ganz nach Ihren Wünschen entwickele ich gern auf Grundlage meiner Schwerpunktthemen. Schreiben Sie mir

Silke Mekat ist Mutter einer Tochter, Diplom Betriebswirtin mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung und slbständige Trainerin im Auftrag der Haufe Akademie. Chronischer Zeitmangel und Stress beherrschten lange auch ihren Alltag. Um Beruf und Familie zu vereinbaren für einen entspannteren Familienalltag, braucht es jeden Tag aufs Neue eine gute Selbstorganisation, heute gibt sie Seminare zu den Themen Selbstorganisation, Stressprävention und Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Checkliste: Der Chef als Vorbild – auch im Krankheitsfall

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Leider gilt häufig immer noch ein niedriger Krankenstand in den meisten Betrieben als Indikator für eine gesunde und produktive Belegschaft. Dies ein großer Irrtum. Trotz gesundheitlicher Beschwerden arbeiten immer mehr Arbeitnehmer, doch in so einem Zustand sind sie nicht sonderlich produktiv und leistungsfähig. Bereits 2011 bestätigte eine Studie der Strategieberatung Booz & Company, dass die krankheitsbedingten Kosten für Unternehmen nur zu einem Drittel durch Fehlzeiten und zu zwei Drittel durch Präsentismus entstehen.

Wer krank ist, sollte im Bett bleiben und sich richtig auskurieren. Doch ein Großteil r von immerhin 57 Prozent der Arbeitnehmer geht laut dem Stressreport Deutschland 2012 der baua dennoch zur Arbeit. Gründe dafür gibt es viele. Neben der Sorge, dass die Arbeit sonst liegen bleibt, rangieren die Angst um den Arbeitsplatz und der Wunsch, Ärger mit den Kollegen zu vermeiden, auf den ersten Plätzen. Gerade Menschen, die chronisch oder psychisch erkrankt sind, neigen zu Präsentismus. Sie fürchten negative Auswirkungen durch die häufigen Ausfallzeiten beziehungsweise die mangelnde Nachvollziehbarkeit der Krankheit für Kollegen und Vorgesetzte.

Präsentismus kann zu Arbeitsunfähigkeit führen
Die Folgen von Präsentismus gerade durch den täglichen Spagat zwischen Beruf und Familie sind nicht zu unterschätzen: Mangelnde Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, größere Fehleranfälligkeit und höheres Risiko für Arbeitsunfälle führen zu Produktivitätsverlusten. Arbeitnehmer, die zu Präsentismus neigen, fehlen zu einem späteren Zeitpunkt deutlich länger, da sie die Krankheit verschleppt haben. Folge kann sogar eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit sein. Die Kosten durch Präsentismus für ein Unternehmen sind deshalb wesentlich höher als die durch krankheitsbedingte Fehlzeiten.

„Präsentismus ist jedoch nicht gleich Präsentismus“, erklärt Diplom-Psychologin Kerstin Reviol, Leiterin der Arbeitspsychologie bei der TÜV SÜD Life Service GmbH. „Bei einigen Krankheitsbildern wie Rückenschmerzen oder bestimmten psychischen Erkrankungen kann sich die Weiterführung der Arbeitstätigkeit positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Hier geht der Arbeitnehmer krank zur Arbeit, um seine Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. Prinzipiell handelt es sich dabei auch um Präsentismus – allerdings unter ärztlicher Aufsicht.“

Förderung der Mitarbeitergesundheit als Prävention
Grossen Einfluss darauf, ob sich Mitarbeiter bei einer Krankheit in die Arbeit quälen haben die Unternehmenskultur und das Betriebsklima. Aus Gründen der Fürsorgepflicht, aber auch aus wirtschaftlicher Sicht sollten Betriebe die Gesundheit ihrer Mitarbeiter im Blick haben. HIer ist ein erster Schritt, nicht automatisch anzunehmen, dass jemand, der zur Arbeit erscheint, gesund ist und jemand, der fehlt, krank ist. Organisatorische Strukturen, die Präsentismus fördern, sollten abgebaut werden. Anwesenheitsprämien, die Forderung, am ersten Tag der Erkrankung ein Attest vorzulegen, und ein autoritärer Führungsstil gehören zu Förderern des Präsentismus am Arbeitsplatz. Gerde die Vorgesetzte sollten als gutes Vorbild voran gehen und zu Hause bleiben, wenn sie selbst krank sind.

Maßnahmen zur Gesundheit der Mitarbeiter zahlen sich aus. So haben einer Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK zufolge Unternehmen mit gesundheitsfördernden Maßnahmen für MItarbeiter weniger krankheitsbedingte Personalausfälle und sind deutlich weniger von Präsentismus betroffen, als Unternehmen, die keine Präventionsmaßnahmen anbieten.

Auch die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch familienfreundliche Maßnahmen und Abbau des Präsentismus tregen zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter bei.

Checkliste: Der Chef als Vorbild – auch im Krankheitsfall

Unternehmen sollten dafür sorgen, dass sich ihre Mitarbeiter im Krankheitsfall auskurieren, statt am Arbeitsplatz zu erscheinen. Lösungsansätze der TÜV SÜD:

  • Organisatorische Strukturen: Die Strukturen in einem Unternehmen haben großen Einfluss auf die Mitarbeiter und neben der persönlichen Einstellung auch darauf, ob sie zu Präsentismus neigen. Arbeitgeber sollten sich dessen bewusst sein und entsprechend reagieren.
  • Anwesenheitsprämien: Manche Betriebe zahlen ihren Mitarbeitern Anwesenheitsprämien aus, um die Fehlzeiten möglichst gering zu halten. Dabei handelt es sich um eine Sonderform der Vergütung, die zusätzlich zum Lohn gezahlt wird, wenn der Arbeitnehmer gar nicht oder nur selten bei der Arbeit fehlt. Dies führt jedoch schnell dazu, dass die Mitarbeiter trotz Krankheit arbeiten, um in den Genuss der Prämie zu kommen. Da dies nicht Sinn und Zweck und schon gar nicht gesund ist, ist es besser auf eine Anwesenheitsprämie zu verzichten. Fehlzeiten sind nicht der einzige Maßstab für Produktivitätsverluste.
  • Strenge Krankschreibungsregeln: Gilt im Unternehmen die Regel, dass für den ersten Tag ein ärztliches Attest vorgelegt werden muss, sollte offen kommuniziert werden. Gibt der Mitarbeiter dem Arbeitgeber persönlich Bescheid und informiert er ihn über die Beschwerden, drückt ein guter Chef auch mal ein Auge zu. Denn ist der Mitarbeiter mit großer Wahrscheinlichkeit am nächsten Tag wieder fit und einsatzbereit, muss der Arbeitgeber nicht unbedingt auf eine Krankmeldung bestehen.
  • Führungsstil: Auch der Führungsstil und das Verhalten der Vorgesetzten können einen großen Einfluss auf die Arbeitnehmer haben. Zum einen sollte sich der Chef als Vorbild sehen und ebenfalls nicht krank zur Arbeit gehen. Zum anderen sollte er seinen Mitarbeitern Verständnis entgegenbringen und es niemandem vorwerfen, wenn er krank ist. Ein autoritärer Führungsstil kann schnell zu Präsentismus führen, da die Arbeitnehmer die Reaktion des Vorgesetzten fürchten. Wird den Mitarbeitern dagegen Wertschätzung und Vertrauen entgegen gebracht, stehen sie eher zu ihren Krankentagen.
  • Betriebsklima: Gleiches gilt für die Kollegen: Ist das Team bereits überlastet und die Stimmung nicht sonderlich gut, wird ein kranker Mitarbeiter leicht zum Auslöser von Unzufriedenheit. Wer sich der Unterstützung seiner Kollegen nicht sicher sein kann, geht lieber einmal mehr mit gesundheitlichen Beschwerden in die Arbeit. Hier ist es die Aufgabe des Arbeitgebers, genügend Mitarbeiter einzustellen, die Aufgaben gerecht zu verteilen und die Leistung angemessen zu würdigen. Fällt dann jemand aus, kann der Rest des Teams die Krankenzeit gut überbrücken.
  • Arbeitsaufteilung und Stellvertreter: Es sollte für jeden Mitarbeiter eine Stellvertretung festgelegt werden, die anfallende Aufgaben im Krankheitsfall oder während des Urlaubs übernimmt. Die Vertretung sollte aber nicht bereits völlig mit eigener Arbeit eingedeckt sein, um die zusätzlichen Aufgaben stemmen zu können. Hilfreich ist es hier, Ziele gemeinsam abzustecken, statt sie dem Mitarbeiter vorzugeben. Machen einzelne Teammitglieder regelmäßig Überstunden, sollte die Aufgabenverteilung nochmal überdacht werden.
  • Kranke Mitarbeiter heimschicken: So mancher kommt aus falschem Pflichtbewusstsein oder aus einem anderen Grund trotzdem krank zur Arbeit. In diesem Fall gehört es zur Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, kranke Mitarbeiter nach Hause beziehungsweise zum Arzt zu schicken. Zu ihrem eigenen Schutz und bei Infektionskrankheiten auch zum Schutz der Kollegen.